Hallo ihr Lieben,

heute gibt es von mir eine Review zu dem Harvest-Moon-ähnlichen Sandbox-RPG von Concerned Ape bzw. Eric Barone. Ich bin vielleicht so ziemlich die letzte Person, die eine Review zu dem Spiel abgibt, aber mit meinen nunmehr 60 h Spielzeit wollte ich meine Meinung zu dem Spiel nicht für mich behalten.

Wie schon oben zu erkennen ist, lässt sich das Genre nicht genau definieren. Es ist ein Indiespiel mit RPG-Elementen, aber lässt auch an einen Sandboxtitel erinnern. Was sich wohl klar zu dem Spiel sagen lässt: es ist ein Pixelart-Game, das an Harvest Moon erinnert. Dies ist von Barone so gewollt, der, nach eigenen Aussagen, die Serie liebt, die neuen Spiele aber leider nicht mehr überzeugend findet und die Sache so schlicht selbst in die Hand nimmt.

Nun zum Spiel selbst. Ihr startet in einem Großraumbüro mit eurer selbst erstellten Figur und bekommt durch euren Grandpa die Möglichkeit, seine alte Farm zu übernehmen. Das ist der Ausgangspunkt des Spiels und nach einer mehr oder weniger langen Busreise erreicht ihr dann Stardew Valley und eure Farm. Ab hier seid ihr (nach einem Mini-Tutorial um die Grundmechanismen zu lernen) völlig auf euch gestellt und könnt tun und lassen was ihr wollt. Es ist euch überlassen, wie ihr eure Farm aufbauen und damit überleben wollt und es gibt keinen Zwang, Geld zu verdienen. Den einzigen Zwang schafft ihr euch selbst, da es gilt, neue Samen zu kaufen und später auch Tierställe zu bauen, um eine große Farm zu errichten; dies kostet jedoch alles extrem viel Geld, was einen zu Beginn manchmal zu erschlagen scheint. Durch Verkauf von selbst Angepflanztem und in der relativ großen Welt Gesammeltem kommt ihr zuerst etwas schleppend, dann jedoch immer schneller an Geld und könnt eure Farm nach euren Wünschen gestalten und ausbauen.

 

Neben dem Aspekt des klassischen Farmens kann es auch zum Ziel werden, einen Partner zu finden und eine Familie zu gründen. Hierbei ist es egal, ob ihr eine hetero- oder homosexuelle Ehe eingehen wollt, in beiden Fällen könnt ihr heiraten und Kinder bekommen – das funktioniert im Spiel auf natürlichem Weg oder durch Adoption. Es dauert einige Zeit, bis man heiraten kann, sorgt aber dadurch auch für eine gewisse Langzeitmotivation. Lediglich die immer ziemlich ähnlich bleibenden Dialoge sorgen für wenig Abwechslung und werden meist nur noch stupide weggeklickt, hier hätte ich mir mehr Diversität gewünscht.

Ein weiterer schöner Bestandteil des Spiels ist das Craftingsystem. Man bekommt die Möglichkeit, aus verschiedensten Rohstoffen Items zu craften. Die „Rezepte“ bzw. Blueprints erlernt man durch das Leveln einziger Fähigkeiten, durch Post von Nachbarn oder Fernsehsendungen. Man kann vollwertige Mahlzeiten kochen, wodurch man Gesundheit und Energie wieder auffüllen kann und man kann Maschinen, Wege und andere nützliche Dinge in einem weiteren Fenster herstellen, die einem erlauben, Rohstoffe, Früchte, Gemüse und Dinge wie Milch und Eier weiterzuverarbeiten und einem die Farmarbeit erleichtern. Beide Systeme greifen auch teilweise ineinander, da man manch Verarbeitetes auch zum Kochen benötigt.

 

Durch verschiedene Quests und die unterschiedlichen Achievements schafft es das Spiel, die Langzeitmotivation aufrecht zu erhalten. Durch diese Komponenten wird jeder Aspekt des Spiels ausgereizt, egal ob Farmen, Fischen oder Minenarbeit. Auch ein Punkt für die Langzeitmotivation ist das Community Center, das man durch das Spenden verschiedenster Items, die mal mehr, mal weniger leicht zu beschaffen sind wieder aufbauen kann.

 

Abschließend lässt sich sagen, dass ich vermutlich noch einige Stunden in das Spiel versenken werde. Ich möchte es zu 100 % abschließen (=alle Achievements erreichen) und habe noch einige Pläne, wie meine Farm in Zukunft aussehen soll. Ich bin sehr verliebt in das Spiel und für 13,99 €, was es momentan auf Steam kostet, kann man wirklich nichts falsch machen, wenn man sich auf das Harvest-Moon-Prinzip einlassen kann.

Vielen Dank fürs Lesen!
Viki 🙂

Ein Kommentar zu „[Review] Stardew Valley – Das Leben eines Neuzeitfarmers

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