Am 03.03.2017 erschien das heiß ersehnte The Legend of Zelda – Breath of the Wild gemeinsam mit der Nintendo Switch für Switch und WiiU. Das Spiel wird von der Fachpresse in höchsten Tönen gelobt und erreicht einen Metascore von 98, womit es der Wertung nach das zweitbeste Spiel aller Zeiten ist. Was ich bisher von dem Titel halte erfahrt ihr in dieser kleinen Review; für eine Ausführliche möchte ich noch ein paar mehr Stunden investieren. 

Disclaimer: Es erwarten euch keinerlei Spoiler, die über die Demoversion hinausgehen werden. 

 

 

„Link, open your eyes!“ – mit diesem inzwischen sehr bekannten Satz erwacht ihr aus einer Art Trance in einer kleinen Höhle und wisst erstmal nichts. Ihr habt keine Ahnung, wer ihr genau seid, wo ihr euch befindet, was ihr tun sollt oder wer diese seltsame Stimme ist. Aus dieser Unwissenheit heraus klettert ihr aus der Höhle und findet euch auf einem kleinen, recht hohen Bergabsatz wieder, wo ihr eine wunderschöne Sicht auf die Spielwelt habt und euch erst einmal umschaut.

Ab diesem Zeitpunkt ist es euch überlassen, was ihr in diesem Spiel machen oder wohin ihr gehen möchtet, zumindest fast. Um den Anfangsbereich verlassen zu können, müsst ihr zunächst mit einem alten Mann in der Nähe sprechen. Von ihm erhaltet ihr eine Einweisung in die grundlegendsten Spielmechaniken, bekommt Schreine und Aussichtstürme erklärt und bekommt am Ende dieses Tutorials einen Paragleiter, mit welchem ihr euren Bereich verlassen könnt. Von jetzt an könnt ihr in der riesigen Welt tun und lassen, was ihr wollt – ob ihr der Story folgt, überall rumlauft und alles erkundet oder direkt zum Boss geht, ist euch allein überlassen.

 

 

Das wunderschöne Hyrule, eure Spielwiese

Mein Spielweg ist eine Mischung aus den eben genannten ersten und zweiten Punkten – ich folge der Storyline, erkunde dabei aber alles, was mir so in den Weg kommt. Das ist natürlich eine sehr zeitaufwendige Art, das Spiel zu spielen, aber meiner Meinung nach die sinnvollste und schönste. Die Spielwelt ist immens groß, doch im Gegensatz zu anderen Open-World-Titeln auch vielfältig gefüllt. Das Terrain ist recht hügelig bzw. bergig, wodurch ihr euch oft einen guten Überblick über eure Umgebung verschaffen könnt.

Doch neben schön gestalteter Landschaft entdeckt ihr schnell erste Ruinen, die ihr erkunden könnt, ihr findet Gegnerlager, NPCs und viele weitere Möglichkeiten, eure wertvolle Zeit zu investieren. Hinzu kommen die eben erwähnten Schreine und Türme, die es zu betreten bzw. besteigen gilt. So seht ihr immer wieder so viele interessante Dinge, dass die Zeit wie im Flug vergeht und ihr nach drei Stunden bemerkt, dass ihr immer noch nur einen Bereich erkundet und nicht wirklich im Spielverlauf fortschreitet.

Was vor 100 Jahren geschah…

Doch neben der prall gefüllten Welt lernt ihr eine gut erzählte Story kennen. Ihr findet immer wieder auf eurem Weg kleine Hinweise, die besonders Sammlern auffallen werden und euch kleine Interpretationsmöglichkeiten zur Geschichte liefern; die wichtigsten Elemente bekommt ihr allerdings in vertonten Zwischensequenzen präsentiert. Dadurch wird euch nichts entgehen und ihr könnt der Geschichte folgen, selbst wenn ihr nicht jeden Zentimeter ablauft.

Neben den Hauptquests, über die ihr die Story kennenlernt, gibt es allerdings zahlreiche Nebenquests. Diese lockern das Spielgeschehen auf und sind abwechslungsreich gestaltet. Ihr erfahrt auf diese Art mehr über die NPCs, bekommt mal mehr, mal weniger nützliche Belohnungen und werdet auf angenehme Weise aus dem normalen Spielverlauf rausgeholt.

 

 

Die Synchronisation

Als eine Synchronisation erstmals angekündigt wurde, war ich extrem skeptisch. Kein Ableger der Reihe war synchronisiert, was ich als sehr wichtig empfand. Ich mochte es, mich selbst in NPCs hineinzuversetzen und mir beim Lesen der Dialoge ihre Stimmen auszudenken. Trotz aller Skepsis versuchte ich, objektiv an diese Thematik heranzugehen und wurde nicht enttäuscht.

Glücklicherweise sind nicht, wie ich vorher erwartet hatte, sämtliche Dialoge vertont. Die Sprecherstimmen bekommt ihr nur in den Zwischensequenzen zu hören. Das finde ich sehr angenehm, da ich mich somit visuell nur auf die Bildelemente konzentrieren muss, der Rest wird mir erzählt. Die Sprecher finde ich im Englischen sehr gut gewählt, im Deutschen nerven mich manche Stimmen dann doch. Dennoch kann man das Spiel auch mit deutschen Sprechern gut aushalten, da entsprechende Sequenzen eher selten sind. Hier muss jeder für sich entscheiden, was er lieber hat.

Neue alte Spielmechaniken helfen euch auf eurem Weg

Die Spielmechaniken sind ein bunter Mix aus Neuem und bereits Bekanntem. Neu ist der Shiekah-Stein, den ihr bei euch tragt und der euch neue Zusatzfunktionen liefert. So habt ihr beispielsweise verschiedene Bomben, welche ihr unbegrenzt oft nutzen könnt (ihr müsst lediglich einen kurzen Cooldown abwarten) oder ein Cryomodul, womit ihr in Gewässern Eissäulen hervorbringen könnt. Ansonsten kann Link in diesem Ableger die unterschiedlichsten Waffen finden, welche euch auch mehr oder weniger schnell verschleißen. Ihr findet jedoch genug Nachschub, weshalb man sich in diesem Punkt eigentlich keine Sorgen machen muss.

 

 

Technische Aspekte

Technisch gesehen läuft das Spiel auf dem Fernseher mit 900p und 30 FPS, was man dem Spiel allerdings nicht ansieht. Dank des Grafikstils sieht es wunderschön aus, und solange die FPS stabil bleiben, wirkt es auch flüssig. Die Betonung liegt jedoch auf solange, da besonders der TV-Modus zu Frameeinbrüchen und Rucklern neigt. Diese sind jedoch nicht übermäßig oft vorhanden, weshalb man das Spiel meiner Meinnung nach auch auf dem TV ordentlich zocken kann.

Im Handheldmodus spielt ihr mit einer Auflösung von 720p und 30 FPS. Dank des kleinen Bildschirms wirkt das Spiel auf diese Art gestochen scharf und läuft flüssig. Hier habt ihr auch keine Frameeinbrüche. Daher denke ich, dass diese an einem Softwarefehler liegen, welcher durch einen zukünftigen Patch behoben werden kann. Hier bleibt noch abzuwarten, ob und was Nintendo liefern wird.

Fazit

Jetzt habe ich viel geschrieben und hoffe, dass ihr euch einen ersten Eindruck über das Spiel verschaffen könnt. Meiner Meinung nach lohnt es sich auf jeden Fall, Breath of the Wild zu zocken, weil es eine ganz neue Art von Zelda ist. da sich die WiiU-Version scheinbar nicht immens von der Switch-Version abhebt, müsst ihr euch nicht direkt eine Nintendo Switch zulegen. Ich würde dem Spiel bisher eine 9/10 geben und es euch uneingeschränkt empfehlen, selbst wenn euch ältere Ableger keinen Spaß gemacht haben.

Lasst mir gern eure Meinung zum Spiel in den Kommentaren da!

Vielen Dank fürs Lesen,

Viki 🙂

3 Kommentare zu „[Review] The Legend of Zelda – Breath of the Wild: Die ersten 10 Stunden in Hyrule

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